Fotos bearbeiten.
Manchmal schaut man sich seine Fotos der letzten Tage oder Wochen an und denkt sich nur "das ist doch alles Mist". Dann dauert es eine Weile und man findet doch gute Fotos.
Manchmal ist auch wirklich nichts dabei.Manchmal schaut man sich seine Fotos der letzten Tage oder Wochen an und denkt sich nur "das ist doch alles Mist". Dann dauert es eine Weile und man findet doch gute Fotos.
Manchmal ist auch wirklich nichts dabei.
Ich weiß nicht genau, was es ist, aber immer wenn ich in Japan Zugpersonal gesehen habe, musste ich einfach den Auslöser drücken, so wie auf diesem Bild.
Die Präzision, die Hingabe und die Pünktlichkeit, all das ist so wahnsinnig faszinierend.
Genauso faszinierend ist es, sich in den Menschenmassen an den Bahnhöfen im geordneten Chaos zu verlieren.
— festgehalten zwischen zwei Abfahrten, Kyoto StationFarbe ist laut. Farbe schreit nach Aufmerksamkeit. Ein rotes Schild, ein gelbes Auto – sie ziehen das Auge sofort auf sich.
Schwarz-Weiß reduziert die Welt auf ihre Struktur. Licht, Schatten, Form, Textur.
Meine Antwort? Kommt immer auf das Licht an.Tokyo. Schwarz-Weiß. Ungewöhnlich. Tolle Perspektiven. Spannende Menschen. Kurz: Einzigartig.
→ unbedingt nochmal durchblättern.
In L.A. wollten alle zu den Studios. Ich wollte zu Pink's. Ein Hotdog-Stand, seit Jahrzehnten dieselbe Theke, dieselben Handgriffe.
Durch die Scheibe habe ich ihr bei der Arbeit zugesehen. Kein Blick zur Kamera, keine Pose – nur Routine, die irgendwann zu Würde geworden ist.
Genau solche Momente suche ich: wenn der Alltag lauter erzählt als jede Inszenierung.
→ Chili Dog. Keine Diskussion.
Manchmal ist das beste Bild das, in dem fast nichts passiert. Eine leere Gasse, warme Wände, kurz vor Sonnenuntergang.
Und dann sitzt da diese Katze. Sie hat mich lange angesehen, ich sie auch. Keiner von uns wollte zuerst gehen.
Ich habe genau ein Foto gemacht. Mehr brauchte es nicht.
— sie saß noch da, als ich ging.
Auf dem Bus hinter ihr wirbt der Joker: The World Is A Stage. Und davor sitzt sie im Sonnenhut und schaut einfach nur auf ihre Hände.
Die ganze Stadt spielt eine Rolle. Sie gerade nicht. Vielleicht ist sie genau deshalb die Hauptfigur dieses Bildes.
Street Photography ist für mich genau das: die kleine Wahrheit vor der großen Kulisse.
— Hollywood, ausgerechnet.
Herbst im Prater. Die Bäume färben sich, und darüber steht das Riesenrad im blauesten Himmel des Jahres.
Ich mag es, wenn sich etwas so Großes so langsam bewegt. Die Stadt unten hupt, das Rad oben dreht seine Runde, als ginge sie das alles nichts an.
Vielleicht ist das die wienerischste Eigenschaft überhaupt.
— eine Runde dauert übrigens ewig. Zum Glück.
Harte Sonne, lange Schatten, die Innenstadt voller Leben. Ich fotografiere die Szene – und genau in dem Moment schaut er direkt in die Kamera.
Früher hätte mich dieser Blick nervös gemacht. Heute weiß ich: Er gehört zum Bild. Street Photography ist keine Einbahnstraße.
Manchmal ist der Blick zurück das eigentliche Foto.
— er hat danach übrigens gelächelt.